Selbstanalyse (Teil Siebenhundertachtundsechzig)

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Tja. Mittlerweile existiert dieser Blog seit mehr als einem Jahr. Begonnen habe ich, um von meinem Abnehmabenteuer zu berichten. Was ist passiert? Das übliche. Ich habe begonnen, war bei der ersten Gewichtszunahme so enttäuscht und am Boden, dass ich komplett aufgehört habe, hatte nicht mehr den Mut auf die Waage zu steigen und zack! – stehe ein Jahr später hier mit fünf Kilo mehr als zu Beginn. Ja, ich hatte gerade den Mut, mich zu wiegen. Hat nur vier Monate gedauert, denn eigentlich wollte ich bereits zu meinem Geburtstag im April anfangen. Wovor habe ich Angst? Ehrlich gesagt, davor, wieder durchzudrehen. Als ich sechzehn war, war ich auf einem ziemlich guten Weg in eine Essstörung, und habe mich mit meinem Gewicht total fertig gemacht. Ich weiß, dass ist jetzt zehn Jahre her, aber diese Sechzehnjährige ist noch irgendwo in mir und ich weiß nicht, ob ich stärker bin als sie. Außerdem ist da Freund Martin, der meine Stimmungsschwankungen immer voll abkriegt, was auch nicht fair ist. Wir wissen alle, dass ich gerade nur versuche, Gründe vorzuschieben, weshalb ich es nicht schaffe anzunehmen. Seufz. Ich bin echt schlecht im „In-etwas-nicht-gut-sein“. In der Schule, im Studium und im Beruf fliegt mir alles zu, da bin ich spitze. Lernen ist mein Hobby, ich liebe es und es fällt mir leicht. Aber abnehmen? Nee, darin bin ich richtig scheiße. Ich bewundere Leute, die das echt durchziehen. Die sind meine absoluten Idole, und ich würde gerne irgendwann sagen: Ja, ich habs geschafft, die 20 kg sind runter!

Positiv ist, dass ich mich meistens gar nicht so schlimm fühle. Gut fühle ich mich allerdings auch nicht – das belastet mich und auch meine Beziehung. Die ist mir das heiligste und sollte nicht leiden. Deshalb hier, ultimativ die Top-3-Gründe, weshalb Frauke es endlich mal durchziehen muss:

1. Meine Beziehung. Ich bin dann weniger unzufrieden, mag mich selbst mehr und das wird sich positiv auf meine Beziehung auswirken.

2. Gesundheit. Laut BMI bin ich leicht adipös (Oh Gott, so schlimm war es vorher nie!), und das ist nicht gesund. Vor allem, wenn ich schwanger werde und dann noch mehr zunehme…

3. Es mir selbst beweisen. Es kann doch nicht sein, dass ich da ständig drunter leide, und dann nichts unternehme. Das klingt nicht nach mir, und ich würde jedem sagen, dass er etwas ändern sollte, der so über sein Gewicht und seinen Körper spricht wie ich. Also ran an den Speck.

Puh. Es tat gut, sich das von der Seele zu reden. Mein Startgewicht: 89,5 kg. Mein Plan: Babyschritte. Erstmal auf 85 kg runter. Ich werde endlich wieder mit mehr Sport beginnen und meine Ernährung wieder auf Low Carb umstellen. Mal sehen, ob das hilft.

Ein bisschen Detox (?) 

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Sobald ich anfange, auf meine Ernährung zu achten, tendiere ich gleich in Richtung veganer Gerichte und der sogenannten Superfoods. Warum? Weil ich mich dann gut fühle. Auch wenn ich keinen Kuchen essen kann, will ich meinen Körper dennoch verwöhnen. Nur so besteht eine geringe Chance, auch durchzuhalten. Superfoods bedeutet nicht, dass ich Geldscheine werfend durch den Bioladen galoppiere. Ich meine damit nur, dass ich verstärkt Lebensmittel in meinen Speiseplan integriere, die nicht nur außergewöhnlich sind, sondern auch noch supernützlich. Meine derzeitigen Favoriten: Sellerie und Dinkel. Na ja, vielleicht nicht in Kombination…

Es gilt dabei grundsätzlich: Wenn es komisch klingt, weckt es absolut meine Neugier. Kein Wunder, dass die Aussicht, aus Gurke und Sellerie einen leckeren Guten-Morgen-Drink zu mixen mich sofort in helle Aufregung versetzt hat. Überzeugt hat mich schließlich dieser Artikel – vier Zutaten, die das Magenklima verbessern sollen. Schnurstracks bin ich in den Supermarkt gelaufen und habe Sellerie, Petersilie, Ananas und Gurke gekauft und mich dann ungeduldig ins Bett gelegt, voller Vorfreude auf den nächsten Morgen.

Die Ernüchterung kam relativ schnell – auch nach zwei Minuten Mixzeit waren noch immer Stückchen im Shake enthalten und so ein richtiger „Saft“ wollte es nicht werden. Und, oh weh, wie mein Körper rebellierte, als ich den ersten Schluck nahm… die Konsistenz, der merkwürdige Geschmack… einfach alles war fürchterlich! Durch pure Selbstbeherrschung brachte ich mich dazu, ein ganzes Glas davon runterzuwürgen. Den Rest kippte ich in eine Flasche und verfrachtete sie zunächst in den Kühlschrank. Allerdings – meinem Magen ging es an dem Tag wirklich gut (ich hatte in letzter Zeit vermehrt ein ziemlich unangenehmes Völlegefühl im Magen oder Sodbrennen). Kann natürlich auch an beliebig vielen anderen Faktoren gelegen haben, aber Fakt ist: Ich habe außer diesem Shake nichts im Vergleich zu den Vortagen geändert.

Bevor ihr jetzt alle aufhört zu lesen und der festen Überzeugung seid, dass dies ein schreckliches Experiment war – nur noch das: Am zweiten und dritten Tag habe ich den Shake morgens gekühlt getrunken (er kam ja aus dem Kühlschrank). Zufällig war das auch an den bisher wärmsten Tagen in Berlin dieses Jahr – es war sehr erfrischend und am dritten Tag auch gar nicht mehr eklig. Der Körper fand wohl nur den Geschmack etwas ungewohnt und brauchte eine Eingewöhnungszeit. Im Nachhinein kann ich diesen Selleriegurkepetersilienananasshake also empfehlen, weise aber gleichzeitig darauf hin, dass sich der Erholungseffekt erst am dritten Tag einstellt – wenn die anfängliche Skepsis überwunden ist…

Der Salat, der Pizza schlägt. 

Ich fange mal mit der Anekdote an, die zum Titel dieses Beitrags geführt hat. Als ich das Buffet für meinen Geburtstag plante, stand Pizza ganz hoch im Kurs – sie geht schnell und jeder mag sie. Da ich ja wochentags arbeite und abends tausend Dinge zu tun habe, die nichts mit Partyplanung zu tun haben, wollte ich dieses Jahr nicht so viel Aufwand betreiben (Freund Martin steht auch immer mit ermahnendem Blick daneben, wenn ich ihm meinen Plan erläutere – ich bin halt eine Übertreiberin). Dazu wollte ich noch Brot, Duos und Rohkost reichen. Erfahrungsgemäß muss ich mir bei solchen Abenden keine große Mühe mit dem Salat geben, denn die meisten Gäste lassen ihn eiskalt links liegen und starten direkt mit Pizza oder sonstigen Kohlehydraten durch. So weit, so gut. Wenn ich nicht zwei Tage vorher versehentlich einen Salat kreiert hätte, der so unglaublich lecker war, dass ich ihn unbedingt teilen wollte. Grundlage war ein Rezept, das ich zufällig im Internet entdeckt hatte. Das Witzige daran: Er enthielt fast nur Dinge, die ich noch vor einem halben Jahr kategorisch ausgeschlossen habe. 

Zutaten

  • Rotkohl 
  • Rote Bete 
  • Fenchel
  • Karotten
  • Selleriestangen
  • Cashewkerne 
  • Avocado
  • Azukibohnen

Wirklich, mit Sellerie oder Fenchel konnte man mich immer jagen! Man nehme alles zu ungefähr gleichen Teilen – je nach Geschmack halt mehr oder weniger von so manchem. Rotkohl und Fenchel in feine Streifen bzw. Scheiben hobeln, rote Bete und Karotten mit einem Julienneschneider in feine Streifen schneiden. Sellerie in Scheiben schnippeln, Avocado würfeln. Cashews anrösten und Bohnen kochen (nicht vergessen, sie vorher 8h einzuweichen – alternativ einfach ’ne Konserve verwenden). Alles zusammen in eine Schüssel und dann würzen:

  • Zitronensaft 
  • Balsamico
  • Pfeffer 
  • Salz 
  • Minze 

Minze fein hacken, alles vermischen. Fertig. Pures Glück. Ihr dürft raten, was am Buffet als allererstes verspeist war. Kleiner Tipp: Es war nicht die Pizza…

Schwitzklamotten

Wenn man ich ist, muss man sich ums Schwitzen eigentlich keine Gedanken machen (danke, Papa, für diese tollen Gene). Bei 15 Grad fängt mein Körper an zu rebellieren und fühlt sich angegriffen. Alarmstufe Rot, wir verbrennen! Die Schweißdrüsen werden geöffnet und dann bis November nicht wieder geschlossen… es ist ein Fluch. Make Up kann ich im Sommer vergessen, ebenso gehe ich nie ohne Wechseloberteil zur Arbeit. Aber – Schwitzen kann tatsächlich auch manchmal erwünscht sein, zum Beispiel beim Sport. Da will ich ja hinterher kladdernass sein, damit ich weiß, dass ich genug gegeben habe. Psychologie und so.

Ich habe mit also bei Amazon eine sogenannte Schwitzhose bestellt (so ein Ding hier). Die kommen meist aus China und bestehen aus Neopren. Nach zwei Waschgängen war der fiese Plastikgeruch weg und ich bilde mir ein, dass ich auch alle Giftstoffe herausgewaschen habe (… hoffentlich).

Nun gut. Der erste sportliche Akt ist es, in diese Hose hineinzukommen. Bis zu den Knien konnte ich sie ziehen. Dann fing ich ob des Kontakts mit dem Neopren an zu schwitzen (Ziel erreicht!)… und Neopren klebt auf Haut. Es half nichts, ich kämpfte das Hosenungetüm über die schwitzende Haut. Wohlgemerkt tat ich das unter größter körperlicher Anstrengung, was natürlich meinen Körper zu erhöhter Schweißbildung anregte, was wiederum das Hosenunterfangen weiter in die Länge zerrte. Nach zehn Minuten saß das Ding aber endlich. Bequem war es nicht gerade. Es zwickte und engte mich doch sehr ein, und irgendwie fiel mir das Gehen schwer. Ich überredete mich selbst, trotzdem einfach mal loszulaufen (ich wollte den Sport auch hinter mich bringen, immerhin war es bereits 19 Uhr und ich wollte irgendwann auch mal ausruhen).

Nach meinem ersten Lauf in dieser Schwitzhose kann ich sagen: Ist ganz geil. Eine halbe Stunde laufen hat dazu geführt, dass alles an den richtigen Platz gerutscht ist und ich fühle mich jetzt geborgen umgeben von meinem Neopren. Ob sie was bringt, werde ich wohl nie erfahren (ich weiß ja nicht, wie es ohne gelaufen wäre). Sie ist auf jeden Fall psychologisch gut, denn über zu wenig Schweiß kann ich nicht klagen. Ich werde sie also in Zukunft öfter mal anziehen – wenn ich danach sofort duschen kann.

Trainingsplan: 10 k in 7 Wochem

Ja, ich habe am Montag mit dem Training begonnen. In 7 Wochen werde ich 10 Kilometer laufen! Da ich mich ja nur mit einer App dazu aufraffen kann, laufen zu gehen, und die nächste Folge der Staffel für fünf Kilometer ausgelegt war, musste ich zwangsläufig mit fünf Kilometern starten. Das war anstrengend, hat mir aber auch gezeigt: Ich kann es. Ich war danach nicht vollkommen erledigt. Heute habe ich Muskelkater, deswegen verlegen ich den zweiten Tag des Lauftrainings auf morgen. Dreimal die Woche werde ich meinem Hintern hochbewegen müssen… ich bin noch sehr kritisch, ob ich das schaffen werde.

Update, gleicher Tag um 20 Uhr: Ich war doch laufen. Das Wetter war zu schön und ich habe keinen Grund gefunden, es nicht zu tun. Tag 2 von 3 der ersten Woche ist also geschafft.

Die Rolle

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Es ist schrecklich, wie sehr ich mich selber quäle. Das einzige, was ich sehe, wenn ich mich angucke, ist die Rolle. Die Speckrolle, die mich umgibt. Das nervt. „Frauke, warum tust du dann nichts dagegen?“, wird sich vielleicht der eine oder andere fragen. Tja. Das wäre einfach, wenn es einfach wäre. Wenn ich nur sagen könnte, gut, ist nicht optimal, kann besser, und es dann machen würde, wäre die Rolle wohl in einem Jahr Vergangenheit. Stattdessen fange ich an mich immer schlimmer zu fühlen, bis es mir so schlecht geht, dass ich die Realität, ich zu sein, nicht länger ertragen kann. Wirklich übel, oder? Finde ich zumindest. Ich arbeite daran, dass es besser wird. Freund Martin hört mir zu und verdreht nur ein bisschen die Augen, wenn ich zum zehnten Mal an einem Tag davon anfange. Das hilft! 

Letzte Woche habe ich gemerkt, dass ich ernährungsmäßig wieder drin bin. Ich frühstücke auf der Arbeit seit neustem Apfel-Mandel-Dinkelbrei (alnatura) – immer angerührt mit Sojamilch (ungesüßt, Provamel) und einer Banane. Das schmeckt fantastisch, man muss sich nur hin und wieder Sprüche von Kollegen ob der babybreiartig anmutenden Konsistenz anhören. Damit komme ich zurecht! Heute waren wir im Botanischen Garten (daher auch die Fotos), der immer einen Besuch wert ist – und laufen war ich auch. 6,5 km sind für mich eine gute Strecke. Ich denke darüber nach, mich mal wieder auf 10k zu trainieren… mal sehen, ob dieser Gedanke morgen noch existiert. 

Am Ball bleiben 

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Anfang der Woche ging es mir nicht besonders gut, weil ich mal wieder viel zu viel Druck aufgebaut hatte. Jetzt bin ich wieder drin! Die Woche lief auch ziemlich gut – meine Ernährung hat von Montag bis Mittwoch absolut gepasst (ich habe Avocado gerade für mich entdeckt – super, wenn man sie zu einem leckeren Vollkornbrot löffelt!). Seit gestern läuft es nur noch halbrund, aber das liegt an außergewöhnlichen Umständen: Gestern war mein Geburtstag, da gab es also Kuchen und eine Pizza von unserem Lieblingsitaliener. Heute waren wir ebenfalls auswärts essen, und ab morgen bis Montag sind wir dann spontan im Urlaub. Allerdings bin ich dennoch vollkommen zufrieden, denn hinter mir liegt eine Woche mit 90 km Fahrradstrecke, das ist schon prima. Heute bin ich eine Stunde in meinem eigenen Schneckentempo gejoggt, worauf ich ziemlich stolz bin. Eine Stunde ist schon eine gute Zeit! Ich bin also gerade voller Motivation, aber ich weiß: Jetzt heißt es am Ball bleiben… mein nächstes Ziel ist es, eine weitere Woche zu schaffen. 

Motivation 

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Letztens habe ich herausgefunden, weshalb es mir auf Teufel komm raus nicht gelingt, mal länger als einige Wochen eine Diät durchzuhalten: Es geht mir gut. 

Das ist ein etwas bescheuerter Grund, das ist mir klar. Aber es ist tatsächlich so. Wenn es mir gut geht, fehlt mir diese Fähigkeit, mich selbst quälen zu wollen. Das heißt nicht, dass ich den lieben langen Tag Pommes in mich hineinstopfe – das würde ich nie tun. Ich esse gesund. Nur eben zu viel, weil es zu gut schmeckt. Ich mache Sport, aber eben nicht genug, weil mir dafür die Zeit fehlt. Was zu einer Diät fehlt, ist: Weniger davon, mehr davon. Und hier kommt die Fähigkeit zum Selbstquälen ins Spiel. Ich müsste mich zwingen, das zu tun. Mein Kopf sagt dann: Wieso, es ist doch alles schick. Mein Kopf sagt auch: Tausend andere Menschen existieren auch, ohne sich zu quälen… Es kostet viel Mühe, sich dieses Verhalten bewusst zu machen. Jetzt aber, wo mir das bewusst ist, kann ich aktiv widersprechen. Doch, Kopf, es muss sein. Es ist nicht alles schick, denn Übergewicht ist ungesund. Wir müssen etwas tun! 

Das Paradoxe ist auch, dass ich es noch nicht geschafft habe, mich im Kern davon zu überzeugen, dass ich mir ja etwas Gutes tue, indem ich Gewicht verliere. Eventuell kommt diese Erkenntnis ja noch – durchhalten, Frauke. Einfach durchhalten. 

Ende des Winterschlafs

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Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich definitiv ein winterschlafendes Tier. Kaum sind die Tage kurz und die Nächte lang, sinkt meine Lust auf… na ja, alles. Sport, Aktivitäten, Ausgehen. Das einzige, nach dem mein Körper dann schreit und lechzt, ist Schlaf. So kam es, wie es kommen musste – ganz ähnlich die Dornröschen (nur ohne die Spindel und in höherem Alter) fiel ich in einen tiefen, tiefen Schlaf. In meinem Fall war es nicht der Märchenprinz, der mich wieder geweckt hat. Freund Martin hat es oft versucht, aber gegen so viel geballte Anti-Energie, wie ich verkörperte, war auch er machtlos. Nein, es war der Frühling. Es ist abends wieder länger hell, da geht es mir direkt besser.
Ich bin immer wieder überrascht, wie die Zeit vorbeirennt. Jetzt ist es schon April – dabei war doch eben erst Januar!

Ich habe mir in den letzten Wochen einige Gedanken über mich und die Zukunft gemacht. Diesen Blog habe ich letztes Jahr begonnen, weil ich den festen Willen hatte, endlich diese blöden, überflüssigen Kilos zu verlieren. Es begann gut, aber schnell verließ mich der Mut und das ständige Wiegen und Aufpassen wurde zur Last. So geht’s also nicht. Dafür bin ich nicht gemacht. Ich denke, inzwischen sind die damals verlorenen Kilos auch wieder drauf (seufz). Gewogen habe ich mich seit September nicht, und mir fehlt auch gerade der Mut, mich der Wahrheit zu stellen. Die Devise für die nächste Woche lautet: Sport! Und mal einen Gang zurückschalten, was das Abendessen betrifft. Das habe ich nämlich mittlerweile als meinen Schwachpunkt identifiziert. Tagsüber sitze ich ja auf der Arbeit und kann gar nicht so viel in mich hineinfuttern. Abends aber… da sitze ich zuhause, zwischen all den Verlockungen. Das Problem, wenn man nicht alleine im Haushalt lebt, ist ja, dass man nicht einfach die ganzen Verlockungen verbannen kann. Freund Martin hat einen bewundernswerten Metabolismus und kann alles essen, ist obendrein ein begnadetet Koch und seine Llieblingsgerichte sind auch meine. Das sind wirklich schlechte Voraussetzungen.
Es gab jedoch einen Moment im letzten Monat, der mich wirklich zum Nachdenken bewegt hat: Wir waren auf der Willkommen-Baby-Party von Bekannten, und die gewordene Mutter, na ja. Sie hatte über die Schwangerschaft doch sehr viel zugenommen. Ungefähr 10kg sind ja nun normal, aber bei ihr waren es definitiv mehr. Und vorher war sie auch schon nicht die Schlankeste gewesen. Freund Martin und ich wollen auch Kinder, und das nicht erst in sieben Jahren. Da es ihm biologisch nicht möglich ist, mir die Schwangerschaft abzunehmen, werde ich diesen Teil wohl übernehmen müssen. Das bedeutet aber auch, dass ich dann diejenige sein werde, die 10 Kilo zulegt – mindestens. Wenn ich also mit Übergewicht starte, sitze ich danach mit noch mehr Übergewicht und einem Baby zuhause. Übergewicht in der Schwangerschaft bringt außerdem ein erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes mit sich, und obendrein fördert es auch Übergewicht bei Kleinkindern, wenn die Mutter schon zu dick war. Ich möchte für mein Kind ein gutes Zuhause sein, während es wächst. Die logische Schlussfolgerung: Die Kilos müssen runter, bevor ich schwanger werde. Wenn ich also nicht erst in sieben Jahren ein Kind kriegen möchte, dann sollte ich bald anfangen.
Also, auf zu neuen Abenteuern! Ich bin fest entschlossen, es diesmal zu schaffen (auch wenn ich genau weiß, dass ich das jedes Mal sage…)!

Adventskalender-Mania (Teil 2)

Im ersten Teil ging es um Freund Martins Geschenkebox – jetzt stelle ich euch noch die Adventskalender für meine Eltern vor.

Nummer #2: Der Adventskalenderkrimi
Meine Mama mag zwar Schokolade, sieht es aber ähnlich wie ich: 24 Tage hintereinander Schokolade essen führt gleichermaßen zu Glücks- wie Schuldgefühlen. Deshalb bekommt meine Mama jedes Jahr einen geschriebenen Kalender. Die letzten Jahre waren es ein Gedicht (natürlich kein besonders literarisch anspruchsvolles, aber darum geht es ja auch nicht) oder eine Kurzgeschichte. Dieses Jahr habe ich einen Kurzkrimi geschrieben. Er ist vierundzwanzig Seiten lang – jeden Tag gibt es also eine Seite zu lesen. Nun, man könnte die Seite jeweils rollen  und mit einer Schleife umbinden. Sieht hübsch aus und geht schnell.

 

Da meine Mama ihn aber im Koffer transportieren musste, brauchte ich eine platzsparende Variante, bei der auch nichts verknicken kann. Die Lösung: Ich habe jede Seite auf A5-Format ausgedruckt und dann in einen farbigen Briefumschlag gesteckt. Den Briefumschlag habe ich mit einem Sticker verziert, auf dem die Nummer steht. Sieht wunderschön aus, und die Briefumschläge lassen sich danach weiterverwenden. Je nach Umfang der Geschichte dauert es übrigens ziemlich lange, diesen Kalender fertigzustellen. Wer jetzt denkt, dass er ja nicht gut schreibt und deswegen sowas nie machen könnte: Blödsinn! Meine Mama freut sich in erster Linie über die Geschichte von mir, und dann erst über den literarischen Gehalt. Also, ran an die Tastatur!

Nummer #3: Süße Kleinigkeiten
Meinen Papa kann man mit nichts auf der Welt so glücklich machen wie mir Marzipan. Und, so traurig das für eine Verfechterin des Selbstmachens wie mich ist, dabei am liebsten das von Niedderegger, mit Aromen und Zusatzstoffen par excellence. Nun gut! Das macht es für mich einfach, denn ich musste nur eine hübsche Verpackung für ein kleines Stückchen Marzipan finden. Die Lösung fand ich in Form kleiner Papiertütchen (zu finden bei Amazon).

 

Ich habe einfach jeweils ein Praliné hineingesteckt und die Tüte dann mit einem nummerierten Sticker versehen. Bei den Nummern gilt wieder: Bitte keinen Kuli benutzen! Verwendet einen schwarzen Filzstift, oder einen Füller, Fineliner…  alles, was man nicht normalerweise zum Schreiben benutzt ist erlaubt. Sieht gleich hochwertiger aus. Ich versuche immer, die Nummern auch nicht in meiner normalen Handschrift zu schreiben, sondern sie möglichst „druckreif“  zu malen.

So, das waren meine Adventskalender dieses Jahr. Ich habe aber schon Ideen für nächstes Jahr…